Walter Brune
Walter Brune machte sich nach dreijähriger Praxis bei Professor Munzer als junger Diplom-Ingenieur 1950 selbständig. Er war zunächst für die Schwer- industrie tätig und baute Anfang der 50er Jahre bereits als sehr junger Architekt die Kohlenzeche Prosper-Haniel sowie mehrere Kraftwerke, Förder- türme, etc.. Ende der 50er Jahre wurde die Firma Karstadt auf ihn aufmerksam. Für Karstadt errichtete er 20 Jahre lang – neben anderen Großprojekten – Kaufhäuser. Der krönende Abschluss war die Planung und Erstellung der Karstadt Hauptverwaltung in Essen.
Walter Brune unterhielt eines der meist beschäftigten Architekturunternehmen in der damaligen Bundesre- publik Deutschland mit Satellitenbüros in New York, Teheran, Kabul sowie in den Niederlanden. Die Welt- bank beauftragte ihn in Partnerschaft mit dem be- kannten amerikanischen Architekt Marcel Breuer mit der Planung umfangreicher Entwicklungsprojekte. Für den Schah von Persien erstellte er die Planung einer neuen Stadt am Kaspischen Meer. Nebenberuflich ent- wickelte er Landhäuser im Bungalow Stil, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit in der Architekturliteratur weltweit vorgestellt wurden. Verdientes Geld legte Walter Brune immer wieder in Grundstücke an, deren Bebauung er bereits in den 60iger Jahren parallel zu seinem Archi- tekturbüro durchführte. So entstand bis zum heutigen Tage ein umfangreiches Immobilienunternehmen. Hier- zu gehören u. a. die Kö Galerie in Düsseldorf, das Rhein- Ruhr-Zentrum in Mülheim, die Opern Passagen in Köln, der Prinzenpark in Düsseldorf-Oberkassel, das Büro- center-Nord in Düsseldorf-Rath, das Klemensviertel in Düsseldorf-Kaiserswerth und viele weitere Projekte.
Um das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern, sind seine sechs Kinder, sowie seine Ehefrau Renate als Mitinhaber in die Gesellschaft einbezogen.
Auszeichnungen
| 1960 | Preis des Bundes Deutscher Architekten für den Bau eines Feingusswerkes |
| 1987 | ICSC European Shopping Center Award “Shopping-Center of the Year 1986” für die 1986 fertig gestellte Kö-Galerie |
| 1989 | Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Ideenreichtum, sein berufliches Engagement und seine Bereitschaft zur unternehmerischen Verantwortung |
| 1991 | Bouwforum Leonardo da Vinci für die Heuvel Galerie in Eindhoven/Niederlande |
| 1994 | ICSC European Shopping Center Award für die Neugestaltung des Rhein-Ruhr-Zentrums |
| 2005 | urbanicom Preis für sein Lebenswerk als Architekt, Planer, Bauherr, Dipl.-Ing., Kulturbotschafter und medialer Streiter für die Stadt |
Bücher
Die Stadtgalerie – Ein Beitrag zur
Wiederbelebung der Innenstädte
- erschienen 1996 im Campus Verlag
Angriff auf die City
- erschienen 2006 im Droste Verlag
Die verschobene Stadtmitte
- erschienen 2009 im IZ Immobilienzeitung Verlag
Vom Kaufhaus zur Stadtgalerie
- erschienen 2011 im jovis Verlag
